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Mit Nachwuchs zum Bergsport in die Höhe

Hal­lo, zu die­sem The­ma gibt es schon meh­re­re Ein­trä­ge, aber unser Fall ist doch spe­zi­el­ler und ich freue mich auf eure Ant­wort!

Wir sind berg­sport­be­geis­ter­te Eltern und leben in Vor­arl­berg auf 450m See­hö­he. Wir gehen so gut wie jedes Wochen­en­de in die Ber­ge und neh­men unse­re Klei­ne (7 Mona­te) im Tra­ge­tuch auf der Brust mit. Auch im Win­ter auf Ski­tour. Bis­her sind wir bis max. 2.200m See­hö­he als Tages­tour gegan­gen. D.h. Mit dem Auto auf 1.000m und dann wei­ter. Wir fah­ren NICHT Seil­bahn. Nor­ma­ler­wei­se schläft sie kurz nach dem Start weg und wacht (mit weni­gen Unter­bre­chun­gen) erst 4 Std. spä­ter beim Auto auf. Gele­gent­lich ist sie im Auf­stieg zu stil­len. Wir schla­fen immer daheim bzw. im Tal, was nie höher als 700m liegt. Auf Son­nen­schutz (Crè­me) und Augen­schutz (Bril­le) geben wir acht. Auch auf Wär­me und phy­si­schen Schutz.

Da wir aller­dings nicht in unse­re Klei­ne rein schau­en kön­nen, wäre mir ein Exper­ten­rat zum aktu­el­len und zukünf­ti­gen Ver­hal­ten sehr wich­tig! Sprich: In wel­chem Alter (Jah­re, Mona­te) bei unse­ren Umstän­den bis zu wel­cher Maxi­mal­hö­he? Ich den­ke, auf­grund unse­res hohen Wohn­orts, regel­mä­ßi­gen Sport­ver­hal­tens, oft­ma­li­ger Höhen­ex­po­si­ti­on und lang­sa­mer Auf­stie­ge ist das anders zu bewer­ten als wie z.B. für Klein­kin­der, die auf 100m See­hö­he woh­nen und ein­mal im Jahr zum Ski­fah­ren in die Schweiz fah­ren.

Vie­le Inter­net­sei­ten schrei­ben von einer Maxi­mal­hö­he bis 1.500m bis 1 Jahr. Bei einem Ein­trag auf eurer Sei­te habe ich von 2.500m gele­sen. Ich habe auch diver­se Bücher (Höhen­me­di­zin) und Arti­kel (z.B. DAV Maga­zin) gele­sen – teils mit recht unter­schied­li­chen Mei­nun­gen.

Antwort von Hoehenmedizin.org

Sie wer­den im Inter­net immer unter­schied­li­che Mei­nun­gen lesen. Das liegt in der Natur der Sache, die wenigs­ten Bei­trä­ge zu die­sem The­ma sind wis­sen­schaft­lich unter­mau­ert. Die ein­zel­nen Risi­ken für Kin­der, wel­che einer gro­ßen oder gar extre­men Höhe aus­ge­setzt sind, wur­den bis­lang nicht hin­rei­chend unter­sucht und vie­le Emp­feh­lun­gen wur­den aus der Erwach­se­nen­welt auf die Kin­der über­tra­gen. Bis­lang weiß man aber, dass Kin­der kei­nen ande­ren Ein­schrän­kun­gen hin­sicht­lich der Höhe unter­lie­gen als Erwach­se­ne.

Wei­ter­hin, obwohl die Daten­la­ge nicht aus­rei­chend ist, nimmt man an, dass die kind­li­che Akkli­ma­ti­sa­ti­ons­zeit der der Erwach­se­nen ähn­lich ist.

Die Emp­feh­lung der UIAA ist, bei klei­nen Kin­dern nicht über eine Schlaf­hö­he von 2’500m zu gehen. Gene­rell soll­ten die­se Kin­der eine Höhe, wel­che grös­ser als 3’000–4’000m ist, nicht über­schrei­ten. Die ent­spre­chen­de Lite­ra­tur hän­ge ich Ihnen ger­ne an.

Lite­ra­tur: CONSENSUS STATEMENT OF THE UIAA MEDICAL COMMISSION VOL: 9 Child­ren at Alti­tu­de Inten­ded for Phy­si­ci­ans, Inte­rested Non-medi­cal Per­sons and Trek­king or Expe­di­ti­on Ope­ra­tors

Hin­weis: Alle Namen wur­den aus recht­li­chen Grün­den von der Redak­ti­on geändert/entfernt.


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