Ich habe eine ähnliche Anfrage wie zuletzt in “Schwangerschaft im ersten Trimenon und Höhe” veröffentlicht, allerdings würde ich nicht nur zu kleinen, gemütlichen Skitouren (bis 2600m) aufbrechen wollen, sondern mein Hotel würde auf 2000m liegen. Ich bin sportlich und kenne die Reaktion meines Körpers, wenn er mit einer Höhenlage nicht zurecht kommt. Ist grundsätzlich gegen eine Übernachtung auf 2000m in der achten Schwangerschaftswoche etwas einzuwenden? Kann ich davon ausgehen, dass, solange ich mich wohlfühle und keine Kreislaufbeschwerden auftreten, auch die Versorgung des Ungeborenen in Ordnung ist? Oder würde dies erst viel später bemerkt?
Antwort von Hoehenmedizin.org
Vielen Dank für Ihre Anfrage und Danke, dass Sie unsere Webseite so genau studiert haben. Es ist sehr gut, dass Sie sich vorher mit diesem Thema befassen.
Dass Sie sportlich sind ist schön, hat aber mit dem möglichen Risiko Ihres Embryos nichts zu tun. Wie Sie aus dem Beitrag https://hoehenmedizin.org/schwangerschaft-im-ersten-trimenon-und-hoehe/ ersehen können, gibt es sogar Frauenärzte, die 1800m als Grenze ziehen. Nun ja, die mittlere Höhe von Colorado ist etwa 2000m und keiner Schwangeren in diesem Bundesstaat würde einfallen, wegen ihrer “anderen Umstände” umzuziehen. Daher: gegen die Übernachtung auf 2000m ist nichts einzuwenden, wenn Sie sich ansonsten wohl fühlen. Das Wichtigste aber ist, dass es große individuelle Unterschiede bezüglich Höhentoleranz bei Schwangeren gibt. Wenn Sie sich nicht gut fühlen, sollten Sie ins Tal fahren und medizinische Hilfe suchen. Sollten Sie allerdings unter Bluthochdruck, Präeklampsie oder anderen schwangerschaftsbedingten Erkrankungen leiden, dann sollten Sie Höhenlagen unbedingt meiden.
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