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Re-Entry-Höhenlungenödem

Ich las mehr­fach, auch in einem Höhen­me­di­zin-Doku­ment auf Franzberghold.at, vom soge­nann­ten Re-Ent­ry-Höhen­lun­gen­ödem, dem Wie­der­auf­stei­ger nach einer Akkli­ma­ti­sa­ti­on und zwi­schen­zeit­li­chem Flach­land­auf­ent­halt mit erhöh­tem Risi­ko aus­ge­setzt sind. Muss ich mir dar­über bei mei­ner Rei­se­pla­nung mit bis zu 8 Flach­land-Auf­ent­halts­ta­gen beson­de­re Gedan­ken machen?

Antwort von Hoehenmedizin.org

Das Reen­try-HAPE, von wel­chem Sie schrei­ben, ist eine Unter­grup­pe des Höhen­lun­gen­ödems und eine bekann­te lebens­ge­fähr­li­che Erkran­kung. Sie wur­de fast aus­schließ­lich bei Nord- und Süd­ame­ri­ka­nern doku­men­tiert, wel­che per­ma­nent über 2500m leben und nach einem kur­zen Tief­land­auf­ent­halt (Tage bis Mona­te) wie­der in ihre alte Höhen­hei­mat zurück­keh­ren. Die­se Erkran­kung wur­de indes nicht bei Sher­pas oder ande­ren nepa­le­si­schen, tibe­ta­ni­schen oder indi­schen Hoch­land­be­woh­nern beob­ach­tet.

Häu­fig wird die Erkran­kung bei die­sen Pati­en­ten als Grip­pe, Lun­gen­ent­zün­dung oder Asth­ma fehl­in­ter­pre­tiert, da man bei die­sen Hoch­land­be­woh­nern nicht mit einem HAPE rech­net.

Man nimmt als Ursa­che bei die­sen Indi­vi­du­en eine stär­ke­re Mus­kel­schicht der klei­nen Blut­ge­fä­ße an, wel­che die Lun­gen­bläs­chen umschlie­ßen. Durch die­se stär­ke­re Mus­kel­schicht fällt die Reak­ti­on bei Sauer­stoff­druck­ab­fall viel stär­ker aus als bei Tief­länd­lern, die die­se hyper­tro­phe Mus­kel­schicht nicht besit­zen.

Machen Sie sich daher bit­te kei­ne Sor­gen um die­ses Phä­no­men.

Hin­weis: Alle Namen wur­den aus recht­li­chen Grün­den von der Redak­ti­on geändert/entfernt.


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