Im Oktober möchte ich nach Bhutan reisen. Meine Unterkünfte liegen auf 2500 - 3000 Meter Höhe. Es ist, bis auf zwei Tage Wandern im Gebiet von Bhumtang, eine Kulturreise mit Besichtigungen von Klöstern etc.; dabei werden mit dem Auto auch Bergpässe bis 3500 m überquert. Besteht dabei auf diesen Höhen schon die Gefahr der Höhenkrankheit?
Antwort der Redaktion
Herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Auf die Änderung der physikalischen Umweltbedingungen hat der menschliche Organismus physiologische Antworten. Aufgrund der verschiedenen Anpassungsmechanismen an Höhenbedingungen werden drei Höhenkategorien unterteilt:
-geringe Höhen (bis 1500 m): keine Anpassung notwendig
-mittlere Höhen (1500 m bis 2500 m): ausreichende Sofortanpassung des Körpers durch hypoxische Atemantwort (Hypoxic Ventilatory Response, HVR) und Pulsanstieg grosse Höhen (2500 m bis 5300 m): gesundheitliche Probleme sind möglich, da Sofortanpassung der Körpers unzureichend ist; Akklimatisierungszeit ist notwendig
-extreme Höhen (über 5300): vollständige Akklimatisation ist nicht mehr möglich, nur noch Atemanpassung für Kurzaufenthalte
Wie Sie sehen, sind auf den Höhen, welche Sie im Oktober bereisen werden, durchaus AMS-würdige Zonen dabei.